Geschichte von Aikido

Aikido wurde in Japan von O Sensei Morihei Ueshiba, geboren am 14. Dezember 1883 in Tanabe, als eine moderne Art der Selbstverteidigung entwickelt. Anfangs wurde diese Kampfkunst mit Aiki-Bujutsu und später mit Aiki-Budō bezeichnet. Die Umbenennung in Aikido erfolgte dann erst im Verlauf des Zweiten Weltkriegs. Aikido ist eine Kampfkunstart, bei der nicht die Kraft oder Gewalt die entscheidende Rolle spielt. Vielmehr sollen runde und fließende Bewegungen den Angreifer kontrollieren und ihn schließlich durch entsprechende Hebel- und Wurftechniken kampfunfähig machen.
Aikido ist eine Form der dynamischen Meditation und der Kampfkunst, wobei der Effekt der Selbstverteidigung nebensächlich bleibt. Beim Aikido geht es auch nicht darum, den Gegner zu verletzen oder in einer anderen Weise zu schädigen. Eigentliches Ziel ist, den Angreifer zu überzeugen, dass sein Vorhaben sinnlos erscheint, und ihn zum Aufgeben zu bewegen. Der Name Aikido beinhaltet die Worte Harmonie, Energie und Lebensweg, wodurch man diese Kampfkunst auch mit "Weg zur Harmonie der Kräfte" übersetzen könnte. Aikido setzt gegenseitigen Respekt voraus.
Durch Meister Mochizuki Minoru wurde Aikido erstmals im Jahre 1951 in Frankreich bekannt. Ein Jahr später wurde es durch Meister Tadashi Abe in Europa verbreitet. Als erster Franzose ging André Nocquet im Jahre 1956 zum Aikido-Training nach Tokio und 1960 kam die japanische Kampfkunst schließlich nach Deutschland. Unter der Leitung von Rolf Brand wurde gegen Ende der 60er-Jahre die Sektion Aikido im Deutschen Judobund gegründet. Aus diesem ging Anfang der 70er-Jahre schließlich der Deutsche Aikido Bund hervor. Nach und nach wurden in Deutschland weitere Aikido-Schulen und Verbände gegründet. Im Jahre 1975 wurde die Internationale Aikido-Föderation (I.A.F.) gegründet. Neben sechs kontinentalen Verbänden umfasst die Föderation über vierzig nationale Aikido-Verbände. Aikido ist heute fast auf der ganzen Welt vertreten und wird in vielen Schulen und Verbänden gelehrt. Es ist eine Kampfkunst für jedermann.




