Kampfsport Aikido

Aikido wurde anfangs des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba begründet. Es besteht aus unterschiedlichen Disziplinen des Budos und ist eine betont defensive Kampfkunst. Sein Ziel ist es, einen gegnerischen Angriff abzuleiten und dessen Kraft intelligent dafür zu nutzen, den Gegner angriffsunfähig zu machen, ohne ihn zu verletzen. Dazu werden vor allem Halte- und Wurftechniken benutzt, welche den Hauptteil des Aikidos ausmachen. Im Aikido werden keine Angriffstechniken verwendet, sondern nur Abwehr- und Sicherheitstechniken. Dadurch wird dem Geist eine defensive und verantwortungsbewusste Haltung gelehrt.
Der Name Aikido besteht aus drei japanischen Schriftzeichen. "Ai" bedeutet Harmonie, "Ki" ist das Symbol für Lebensenergie und "Do" kann mit Lebensweg übersetzt werden. Deshalb lässt sich Aikido mit "Der Weg der Harmonie im Zusammenspiel mit Energie" umschreiben bzw. deuten. Das Zentrum der Kampfsportart ist Tokio, wo die Hauptübungshalle angesiedelt ist. Seit den 50er-Jahren wird Aikido auch in anderen Ländern praktiziert. 1951 stellte der Meister Mochizuku Minoru den Sport das erste Mal in Frankreich vor und kurz darauf begann Tadashi Abe, den Sport von Marseille aus in Europa zu verbreiten. 1960 gelangte Aikido schließlich nach Deutschland, wo es seit 1965 von Kazuaki Asai offiziell vertreten wurde.
Aikido ist eine friedfertige Kampfkunst. Sie will den Gegner nicht verletzen, sondern beruhigen. Das Ziel ist es, dem Angreifer eine Chance zu geben, zur Einsicht zu gelangen und von einem weiteren Angriff abzusehen. Morihei Ueshiba sagte, dass es besser sei, den Angreifer zu überzeugen, dass er aufhören solle, als dass man ihn zerstören muss. Das Leben soll nicht zerstört und somit in seiner Entwicklung unterbrochen werden. Man hat stattdessen dazu beizutragen, dass sich die Lebewesen bis hin zur Vollendung der ihnen von der Natur gegeben Aufgaben weiterentwickeln können. Ueshiba kämpfte im Krieg und war von der Sinnlosigkeit der Gewalt überzeugt. Deshalb definierte er die Strategie so, dass sie immer und unter allen Umständen der Gewaltfreiheit untergeordnet werden muss.




