Schwertkampf beim Aikido

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Im Aikido wird der Schwertkampf nach der alten Tradition der Samurais ausgeübt. Er soll helfen, die Bewegungen und Techniken ohne Schwert zu verbessern. Der Name des benutzten Schwertes ist Katana, das japanische Schwert, welches als Hauptwaffe des Samurais gilt. Der Name Samurai heißt auf Deutsch nichts anderes als Ritter und so waren diese auch unseren europäischen Rittern ähnlich. Beide haben für ihren "Daimyo" (Fürst) gekämpft und getötet. Im Aikido werden dieselben Techniken benutzt, aber niemand wird dadurch verletzt.

Die Schwerter, welche im Aikido benutzt werden, heißen "Bokkas" und sind hölzerne Nachbildungen der von den Samurais benutzten Katanas. Sie sind ungefährlich und haben keine scharfen Kanten, um jemanden zu verletzen. Wie die Samurais behandeln auch die Aikidokas ihre Schwerter mit besonderem Respekt und großer Sorgfalt. Die Taktiken und Strategien wurden schon im japanischen Mittelalter vom Lehrer Yagyo Munenori gelehrt, der zu dieser Zeit einer der besten seines Faches war und das "Ken-Tai", die Angriffs- und Lauerstellung, definierte. "Ken" ist die Bezeichnung für den unmittelbaren und furchtlosen Angriff und "Tai" bezeichnet die Lauerstellung, in welcher man den Angriff des Gegners abwartet.

Es geht nun darum, in einer Duellsituation das "Ken" und das "Tai" so miteinander zu verbinden, dass der Gegner zum ersten Streich gezwungen wird. Das heißt, der Körper bleibt in "Tai"-Stellung, der Geist hingegen verharrt im "Ken". Greift der Gegner an, bietet sich die Möglichkeit für Gegenmaßnahmen. Der Geist und der Körper sollten nie zusammen im "Ken" verharren, denn dann ist der Geist offen für Zerstörung und Tod und wird dadurch gebunden. Stimmt also die Verbindung von "Ken" und "Tai", ist der Geist offen und befreit von Aggressionen und vermag die Kampfsituation klar zu überblicken. Er wird die Lücken beim Gegner erkennen und die Person zu der geeigneten Gegenmaßnahme führen. Die ganze Haltung des Kämpfers, welcher das "Ken-Tai" beherrscht, wird dem Gegner vor Augen führen, dass seine Angriffe wirkungslos sind und er ein Spielball seiner eigenen Aggressionen ist.

Geschrieben von Oliver Schmid

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